Die Innenminister des Bundes und der Länder haben sich auf ihrer Konferenz Anfang Juli für eine Erweiterung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Abnahme von DNA-Spuren ausgesprochen. Sie empfahlen, die DNA-Analyse im nichtkodierenden Bereich als polizeiliche Standardmaßnahme, gleichgestellt mit anderen Methoden, in die erkennungsdienstliche Behandlung aufzunehmen. Bislang ist der so genannte “genetische Fingerabdruck” nur bei Straftaten wie Mord, Vergewaltigung oder besonders schwerem Diebstahl zulässig. Auch Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) sprach sich für die vereinfachte Anwendung der DNA-Analyse aus.

(PM Landesregierung Schleswig-Holstein, 08.07.04) (ts)