In Kalifornien hat die DNA-„Familiensuche“ zu einem Ermittlungserfolg im Fall eines Serienkillers geführt. Die Ermittlungsbehörden fanden den Täter über das DNA-Profil seines Sohnes, das wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz in der kalifornischen DNA-Datenbank gespeichert war. Der „partial match“, also die partielle Übereinstimmung des DNA-Profils mit dem gesuchten Profil, führte zur Ermittlung gegen den Vater.

DNA-„Familiensuche“ wird bereits in Großbritannien und auch anderen US-Bundesstaaten wie Colorado zum Einsatz gebracht. Peter Bibring von der Americal Civil Liberties Union, einer großen US-amerikanischen Bürgerrechtsorganisation, wirft den staatlichen Ermittlungsbehörden vor, hier vielfältig in die Privatsphäre von Personen einzugreifen, die in überhaupt keinem Zusammenhang zu der zu ermittelnden Tat stehen. So waren im Fall des Serienkillers zunächst 200 Profile als „partial matches“ in der kalifornischen Datenbank ermittelt worden, deren Familienmitglieder somit zum ersten Kreis der Verdächtigen gehörten.

(NYTimes, 24.7.10) (sus)