Rechtsmediziner aus den Niederlanden und Polen arbeiten daran, allein durch Erbgut-Analysen die Haarfarbe eines Menschen zu ermitteln. Ähnliche Studien gab es schon zum DNA-Test der Augenfarbe.

Die DNA kann aus Proben von Speichel oder Blut von einem Tatort, oder eventuell auch aus Mikrospuren gewonnen werden, die beim Anfassen von Objekten haften geblieben sind.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Zusammenspiel mehrerer Genvarianten über die Haarfarbe eines Menschen entscheidet. Die Forscher teilten in einer Studie die Haarfarbe von 385 Personen in die vier Kategorien blond, rot, braun und schwarz auf und überprüften typische kleine Varianten in den Genen, so genannte Einzelnukleotid-Polymorphismen (englisch: Single Nucleotide Polymorphism oder SNP, auch Snips genannt).

Ergebnis der Studie, die die Entwicklung eines forensischen Tests zum Ziel hat: Wird ein Satz von 13 Snips in elf verschiedenen Genen untersucht, könne man mit einer Sicherheit von mindestens 80 Prozent sagen, um welche Haarfarbe es sich handelt.

Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,737663,00.html (lhz)