Am Sonntag, den 30. Januar 2011 veranstaltete das GeN im Rahmen des Berliner „Out of Control“-Kongresses gegen Polizeimacht und -überwachung in EU-Europa einen Workshop zu EU-Polizei-Datenbanken und zur Kampagne: „DNA-Sammelwut stoppen!“.

Seitdem sich die EU in Maastricht Geld und in Schengen Grenzen gegeben hat, weitet sie inflationär Mechanismen der Repression und Kontrolle aus. Der Workshop mit Vortrag widmet sich einem wesentlichen Faktor für diese Entwicklung: den Datenbanken im Polizeibereich von SIS bis zu den Analysedateien von Europol.

Wir werden zunächst einen Überblick über die Architektur der einschlägigen EU-Datenverarbeitung geben. Genauer wollen wir dann auf einen derzeit eher vernachlässigten Aspekt staatlicher Überwachung eingehen: DNA-Datenbanken der Polizei, die auf europäischer Ebene laut Planung am 26. August 2011 mit dem Ende des Prüm-Prozesses voll vernetzt sein sollen; zudem ist der Austausch von DNA-Profilen mit den USA in Planung.
Die Kampagne „Finger weg von meiner DNA! – Sammelwut stoppen!“ plant für Frühjahr/Sommer 2011 Protestaktionen – sie sollen vorgestellt und diskutiert werden.