Mitarbeiter der Polizei in Baden-Württemberg werden ab sofort gebeten, eine DNA-Probe abzugeben, sofern sie in der Spurensicherung tätig sind. Auf diese Weise sollen künftig Fehlermittlungen wie im Fall des „Phantoms von
Heilbronn“ vermieden werden. Dort hatten sich die Ermittler von verunreinigten Wattestäbchen in die Irre führen lassen und über zwei Jahre hinweg eine Serientäterin gesucht, die es gar nicht gab. Rund 700 anonymisierte DNA-Proben sollen nun in einer so genannten „Eliminationsdatenbank“ gespeichert werden, um diese „Schwachstelle“ bei der Spurensuche weitgehend auszuschließen. Die Abgabe der Proben sei „freiwillig“.
(spiegel.de, 09.04.11) (mf)