In einem staatlichen gerichtsmedizinischen Labor im US-Bundesstaat North Carolina sind mindestens 230 Laborberichte verfälscht, verheimlicht oder unterschlagen worden. Entlastende Hinweise für Angeklagte seien dabei systematisch unterschlagen worden, so ein Bericht zweier FBI-Agenten, die 15.000 Verdachtsfälle untersuchten, nachdem ein Mitarbeiter des Labors von den Unterschlagungen berichtet hatte. Oftmals seien die Ergebnisse von Zweituntersuchungen, etwa von Blutspuren, die das Erstergebnis widerlegten, nicht kommuniziert worden. Einige der korrigierten Laborergebnisse könnten dazu führen, dass Prozesse neu aufgerollt werden. Bereits ein Mann wurde – nach 17 Jahren Haft – rehabilitiert; er war wegen einer falschen Blutprobe verurteilt worden.

(19.08.10) (sus)

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